Arbeitszimmer des Hauptmannes der Garde
#1
Arbeitszimmer des Hauptmannes der Garde

Dies ist das Dienstzimmer von Naandarn und es ist ganz nach dem persönlichem Geschmack des Hauptmannes eingerichtet. Mit einem Wort: Funktional.

Ein Schreibtisch aus Eiche dominiert den Raum. Dahinter steht ein großer Stuhl für den Hauptmann und ein kleinerer für Besucher stand vor dem Schreibtisch. An der Wand hing ein Plan des Palastes und am Boden lag ein Teppich mit dem Stadtwappen.
Wie bei allen Räumlichkeiten die im Erdgeschoss lagen, waren auch hier die Fenster mit Gittern gesichert. Aber das war Naandarn egal. Wichtig war für ihn nur, dass er einen Platz hatte, wo er die Aktionen der Garde planen und Befehle formulieren konnte.
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#2
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Gabriel von Gond

Hauptmann der Stadtwache / General Gonds
Mensch
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Der Hauptmann stand mit verschränkten Armen da und blickte seinen Kollegen abwartend an.
„Nun Naandarn, habt Ihr gar nichts zu sagen?“, bohrte er erneut nach. Er hasste den Blick mit dem ihn der Hauptmann der Garde bedachte. Selbstsicher, ruhig und irgendwie abschätzig.
„Ich bin Euch keinerlei Rechenschaft schuldig, Hauptmann von Gond“, erwiderte der Angesprochene schließlich. „Ich, ja ich habe getan was getan werden musste. Eurem laschen Führungsstil haben wir es zu verdanken das der Stadtwache kein Respekt mehr entgegengebracht wird.“
Gabriel musste sich verhört haben, doch als Sabina sich neben dem Mann aus Gond aufbaute wusste er, dass er sich nicht verhört hatte. „Die Stadtwache ist meine Domäne“, antwortete Gabriel ruhig und nahm Sabina den Wind aus den Segeln. „Ich verbitte mir jegliche Einmischung eurerseits in meine Arbeit.“
Der Hauptmann der Garde zog die Augenbrauen in die Höhe und bequemte sich nun doch aufzustehen. „Arbeit?“, fragte er höhnisch. „Oh ja, eine fruchtlose Unternehmung im Westteil, große Worte und der Umgang mit... Weibervolk. Das bezeichnet Ihr als Arbeit?“

Naandarn ging um seinen Schreibtisch und ging auf Gabriel zu. Drei Schritt trennten die beiden Männer nun. „Ihr tragt zwar die Uniform des Hauptmannes der Stadtwache, doch ich sehe einen kleinen Emporkömmling vor mir, der offensichtlich keine Ahnung hat wie man Recht und Ordnung aufrecht erhält.“ Der Hauptmann der Garde blickte Gabriel kopfschüttelnd an und schnalzte missbilligend mit der Zunge.
Gabriel hatte sich auf dieses Gespräch vorbereitet und die Rüstung des Generals gegen die des Hauptmannes getauscht und gab nur ein kleines Lächeln als Erwiderung der Worte.
„Seht es ein, Gabriel. Ihr seid unfähig! Und Eure kleine gondsche Hure da kann auch nicht von dieser Tatsache ablenken. Vielmehr ist sie ein Zeugnis Eures Versagens “

Sabina

Legat der dreiundzwanzigsten Legion
Mensch
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Die junge Offizierin tat worum sie Gabriel gebeten hatte. Sie stand da, sagte nichts und bemühte sich nach Kräften unauffällig zu erscheinen. Doch als dieser Naandarn Gabriel persönlich anging riss ihr beinahe der Geduldsfaden. Schweigend stellte sie sich neben Gabriel und überlegte wie sie ihm beistehen könnte.
Warum habe ich mich nur von ihm breitschlagen lassen die Stola anzubehalten? Ich hätte mir meine Rüstung anziehen sollen!, dachte sie bitter und zupfte unentschlossen an ihrer Pella herum. Doch seine Worte hatten etwas in ihr ausgelöst und kurz das rationale Denken ausgeschaltet. Nun stand sie so da wie er es sich gewünscht hatte: Zivil, unbewaffnet und dank der Pella völlig harmlos wirkend. Sie ärgerte sich wirklich über ihre Bereitschaft zu so etwas und doch hatte sie sich wirklich über seine Worte gefreut. Er bräuchte jetzt keine Soldatin, sondern eine Frau an seiner Seite. Das waren seine Worte.

Sie hörte die Beleidigungen des Mannes und merkte wie sich etwas in ihr zusammenbraute. Sabina überlegte ob sie gehen sollte, als er sie als Hure bezeichnete. Normalerweise war es ihr egal was andere Leute über sie dachten. Mit den Worten verhielt es sich ebenso, doch diesmal traf sie die plumpe Beleidigung des Mannes. Wollte sie doch mehr für Gabriel sein als eine Untergebene. Sie wollte auch nicht eine Nacht mit ihm verbringen, sondern unzählige!
Ehe sie wusste was sie tat und ehe sie Gabriel aufhalten konnte, war sie an diesen Naandarn herangetreten, riss sich die Pella von den Schultern und wickelte die Enden des Stofftuchs um ihre Hände. Flink trat sie hinter den Gardisten und brachte das Tuch über seinen Kopf. Ruckartig bewegte sie ihre Hände zusammen, doch eine andere Kraft hinderte sie daran Naandarn mit dem Tuch zu würgen. Es war Gabriel der ihre Hände fest hielt. Er war seitlich an sie herangetreten und schüttelte nur den Kopf. Sabina wusste das diese Geste keinesfalls als Tadel zu werten war, sondern als Hinweis. Es war weder der richtige Zeitpunkt, noch der richtige Ort. Mit einem kleinen Seufzer lies sie ein Ende des Tuchs los und zog es weg.
Verwundert bemerkte sie das Gabriel zur Tür blickte und sich dann daran machte den Raum zu verlassen. Sie tat es ihm nach, blieb jedoch noch einmal in der Tür stehen und drehte sich zu dem sichtlich wütenden Naandarn um. „Ich bin eine Offizierin der dreiundzwanzigsten Legion im Rang eines Legat“, erwähnte sie und bemerkte zufrieden wie sich ein fragender Zug in das wütende Gesicht des Hauptmannes der Garde schlich. „In der Rangfolge der dreiundzwanzigsten Legion bin ich die kommandierende Offizierin.“ Nach diesen Worten wandte sie sich ab und folgte Gabriel hinaus.
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#3

Naandarn

Hauptmann der Garde Arons
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Simon Avenar

Lehrmagier im Magierturm zu Aron
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„Was wollt Ihr, Magier?“, fragte der Hauptmann der Garde zwischen zwei Bissen.
„Ich möchte nur ein paar Worte mit jemandem Wechseln der über eine gewisse Kompetenz in seiner Profession aufweist.“ Der Magier setzte sich unaufgefordert an den zweiten Stuhl an Naandarns kleinem Tisch. „Natürlich ist mir bewusst das wir beide unsere Differenzen haben. Doch mich bewegt die Sorge um den souveränen Status dieser Stadt und unseres Grafen.“
Naandarn schnaubte abfällig und griff nach seinem Becher.
„Ja, schnaubt nur abfällig.“ Der Magier ließ sich nicht beirren. Die Abneigung des hochrangigen Wächters passte ihm gut in sein Konzept. „Auch wenn Ihr es nicht wahrhaben wollt, wir sind beide Männer die in dieser Stadt geboren wurden und uns aus dem Dreck nach oben gearbeitet haben. Die Leistungen Anderer waren für uns stets ein Ansporn um diese noch zu übertreffen.“
„Ihr redet viel und sagt doch wenig.“ Man hörte an der Stimme des Hauptmannes, dass dieser mehr als nur gereizt war. Auch das Geräusch, welches der metallene Becher verursachte als er mit Nachdruck auf dem Tisch abgestellt wurde war ein Zeichen der Wut des Mannes. „Was wollt Ihr? Sagt was Ihr zu sagen habt und dann geht!“

Der Kampfmagier verkniff sich ein Lächeln und räusperte sich stattdessen. „Ich möchte Euch wieder auf Eurem alten Posten sehen. Ein Mann aus Aron sollte diese Position innehaben.“ Simon fischte ein kleines Pergament aus seiner Tasche und legte es vor den Hauptmann. „Ich möchte das Ihr Euch bereithaltet. Ich werde die Ratsvorsitzende aufsuchen und diesen absurden Arrest aufheben lassen. Sobald dies geschehen ist müsst ihr Gabriel mit diesem Gesetz konfrontieren.“ Der Magier lehnte sich zurück und  blickte grimmig lächelnd zu Naandarn. „Ich werde Euch wieder für den Posten des Hauptmannes der Stadtwache vorschlagen.“
„Und das tut Ihr natürlich aus reinster Nächstenliebe“ Die Stimme des Hauptmannes triefte vor zynismus.
„Nein“, gab der Magier unumwunden zurück. „Aber Gabriel von Gond loszuwerden und damit eine Legion aus der Stadtwache herauszuhalten erscheint mir persönlich Motivation genug.“
„Und was wäre, wenn ich tatsächlich auf Euer Angebot einginge?“, fragte Naandarn. Doch der Kampfmagier war bereits wieder verschwunden.

Zögernd hatte der Wächter nach dem Pergament gegriffen und die entsprechende Stelle in dem Gesetzesbuch herausgesucht. Unzählige lange Minuten hatte es gedauert bis er jenen Paragraph gefunden und seinen Sinn verstanden hatte.
Ein eisiges Lächeln umspielte das vom Wetter gezeichnete Gesicht des alten Wächters. „Das war es dann Gabriel!“, sagte er inbrünstig und rief nach einem seiner Untergebenen.
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#4

Naandarn

Hauptmann der Garde Arons
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Simon Avenar

Lehrmagier im Magierturm zu Aron
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Garde Arons



Der Gardist betrat das Zimmer Naandarns und Salutierte. „Verzeiht den mangelnden Respekt mein Hauptmann, doch das solltet Ihr Euch ansehen!“
Der Angesprochene blickte von dem Pergament auf und legte die Feder zur Seite.
„Ich hoffe für dich das es wirklich wichtig ist!“ Naandarns Stimme war ruhig, doch wer unter ihm diente lernte sie schnell zu fürchten. Wenn der Hauptmann brüllte und tobte war das ganze meist schnell vorbei. Doch wenn er sich zur Ruhe zwang, hatte der Betroffene meist eine drakonische Strafe zu erwarten.
„Jawohl, Herr.“
„Na was ist denn so dringend, dass du hier hereinstürmst ohne auf eine Aufforderung zu warten?“
„Herr, wir haben hier auf dem Flur jemanden aufgegriffen. Doch das solltet Ihr lieber selbst sehen.“
„Na dann sehen wir uns doch mal dein Fundstück an und entscheiden dann über dein Strafmaß, ja?“
„Jawohl, Herr!“

Schweigend führte der Gardist den Hauptmann ein paar Zimmer weiter und öffnete die Tür für seinen Vorgesetzten.
„Na dann werfen wir doch mal einen Blick auf“, er stockte mitten im Satz und blickte überrascht zu der Frau die in dem leeren Raum lag.
„Das ändert die Dinge“, sagte er und ein Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus. „Raus hier und die Tür bewachen!“
„Jawohl, Hauptmann!“
Der Gardist trat zurück und zog die Tür zu. Dann blickte er zu seinem Kameraden.
„Ich bin gleich wieder da“, sagte er gepresst. „Anscheinend war der Eintopf im Mönch heute doch nicht so bekömmlich wie sie immer behaupten!“
„Ja, den Fehler macht jeder mal“, erwiderte der andere Gardist. „Aber mach hinne, ja?“
Mit einem Nicken wandte er sich ab und stürmte zum Abtritt.


Mit einer schnellen Bewegung riss er sie Tür zum Abbort auf und trat schnell ein. Er war erleichtert, denn dies war der riskanteste Teil seines Planes. Während er den Riegel vorlegte, verschwammen die Umrisse des Wächters und lösten sich auf. Zurück blieb die wahre Gestalt des Mannes der den Zauber gewirkt hatte.
Dieser presste nun Zeige und Mittelfinger an die Schläfe eines leise schnarchenden Gardisten. Behutsam setzte er ihm Erinnerungen ein, die nicht die seinen waren. Nun war es für den Gardisten so, als hätte er und nicht der Magier die Legionärin im Flur liegend gefunden. Er musste nun auch Wache an der Tür schieben!
„Guten Morgen, aufstehen!“, flüsterte der Magier leise lachend und war verschwunden ehe der Mann seine Augen geöffnet hatte.
Zunächst erschrak er und fragte sich wie lange er geschlafen hatte. Schnell reinigte er sich und begab sich dann zurück zu seinem Kameraden.
„Wolltest du dich nicht erleichtern?“, fragte er und zog eine Augenbraue hoch. „Hab ich doch. Und überhaupt: Schreibst du mir jetzt auch noch vor wie lange ich auf dem Abtritt zu verbringen habe?“
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